Das Versprechen
Die Wappenbrüder-Reihe, Buch 3

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Das Versprechen
Die Wappenbrüder-Reihe, Buch 3
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In die Zukunft geschickt, findet sich ein Highland-Krieger aus dem fünfzehnten Jahrhundert plötzlich seiner Bestimmung gegenüber – einer temperamentvollen Frau der Gegenwart, deren Reaktion alles andere als erwartet ist.
Celeste Lowell kennt den Schmerz des Verlustes nur zu gut. Zwei Jahre sind vergangen, seit ihre beste Freundin auf mysteriöse Weise verschwand. Und noch länger ist es her, dass ihre Eltern und ihr Bruder tragisch ums Leben kamen. Der Schmerz bleibt. Einziger Trost ist eine rätselhafte Botschaft einer jahrhundertealten Magierin: Ihre Freundin sei sicher – und glücklich – an dem Ort, an den sie gehört. Celeste versucht, ihren Alltag zu meistern, und bereitet sich auf einen arbeitsreichen Sommer in den Hamptons vor – eine willkommene Ablenkung von der Einsamkeit.
Schottland, 1431 – Darach MacKenna ist ein Krieger ohne Heimat. Eine erschütternde Offenbarung auf dem Sterbebett seiner Mutter stellt sein ganzes Leben auf den Kopf: Er erfährt, wer seine wahren Eltern sind – und plötzlich fühlt er sich nirgendwo mehr zugehörig. Nicht zu seiner Familie, nicht zu seinen Brüdern, nicht einmal zu sich selbst. Auf der Suche nach einem Sinn begibt sich Dar auf eine gefährliche Reise in die Zukunft, um eine wichtige Botschaft zu überbringen – ohne zu wissen, ob er jemals zurückkehren kann.
Als Celeste und Dar sich auf eine Reise durch Vergangenheit und Zukunft begeben, glauben sie, ihrem Schicksal einen Schritt voraus zu sein. Doch wie so oft ist es das holde Schicksal, das die Fäden in der Hand hält.
Verpasse nicht den neuesten Band der Wappenbrüder-Reihe – eine bewegende Zeitreise-Romanze, in der Herkunft und Herzen, Geschichte und Gegenwart auf wundersame Weise aufeinandertreffen.
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»Verschwinde!« Darach MacKenna spuckte die Worte förmlich aus, dann zerknüllte er das Pergament, das man ihm gereicht hatte, und sah dem Überbringer direkt in die Augen. Ohne den Blick abzuwenden, warf er es in das knisternde Feuer, drehte sich um und ließ den verblüfften Boten mit schwer hallenden Schritten zurück.
»So einen Befehl kann man nicht einfach ignorieren«, rief ihm einer der Männer hinterher.
Dar blieb stehen und sein ganzer Körper versteifte sich, als wäre er der mächtige Baum, nach der er benannt war – Darach, das schottisch-gälische Wort für ›Eiche‹. Er war groß und breit und wusste, dass seine Größe einschüchterte und Angst einflößte, und in Zeiten wie diesen nutzte er das zu seinem Vorteil. Als er sich umdrehte, wichen die vier Männer einen Schritt zurück, während er auf sie zukam. Dar deutete mit der ganzen Kraft seines sehnigen Arms auf sie. »Das habe ich gerade getan«, erklärte er fest, und seine Wut drohte überzukochen.
Er bezweifelte, dass diese Männer wussten, wie prekär ihre Situation war, denn in diesem Moment wünschte er sich von ganzem Herzen einen blutigen Streit, um seinem Ärger freien Lauf zu lassen. Da er wusste, dass er solche Gedanken nicht weiter verfolgen durfte, lenkte Dar sich absichtlich ab, indem er sich dem Feuer zuwandte, wo der Befehl, so wie er war, bereits zu Asche zerfallen war. Auch wenn seine Umrisse auf dem knisternden Zunder noch leicht zu erkennen waren, so war es doch nur noch Staub und eine deutliche Erinnerung daran, wie unbeständig das Leben war und wie schnell sich alles ändern konnte.
»Ich werde ihn nicht empfangen«, erklärte Dar und wandte sich wieder ruhiger den wartenden Männern zu. »Sagt Lachlan, dass er trotz der Gerüchte nicht mein Herrscher ist.« Und auch nicht mein Vater, dachte Dar mürrisch. »Und ich werde seiner Bitte nicht nachkommen.«
»Er wird zu dir kommen, Dar«, erklärte einer der Männer, die vor ihm standen, und riss Dar aus seinen Gedanken. »Verwechsle seine Geduld nicht mit Nachgiebigkeit. Ich verspreche dir, er wird nicht mehr lang warten.«
Der Frühling stand vor der Tür und Lachlan hatte bereits zwei Jahreszeiten gewartet. Durch dieses Wissen ermutigt, blieb Dar standhaft und deutete mit einer Handbewegung zur Tür. Nach einigem Murren begriffen Lachlans Boten schließlich, dass er sie, offizielle Vorladung hin oder her, nicht auf seiner Rückreise begleiten würde. Sie gingen hinaus.
Dankbar, dass sie gegangen waren, und noch dankbarer, dass ihm die ganze Situation zumindest für den Moment kein Kopfzerbrechen mehr bereiten musste, nahm Dar die Treppe zu seinen Gemächern. Dort angekommen, zog er seine Tunika aus, streifte Stiefel und Hose ab und stieg in das dampfend heiße Bad, das ihn erwartete. Die Diener waren ihm wohlgesonnen, Bastard hin oder her, und ihre Loyalität war offensichtlich. Seine Muskeln entspannten sich langsam, als er seinen Nacken gegen den Rand drückte und so einen Teil der Spannung dort löste. Er drehte ihn hin und her, bis es knackte, und atmete erleichtert auf.
Doch die Erleichterung war nur von kurzer Dauer. In Wahrheit fühlte er sich wie ein Mann ohne Zuhause, obwohl er sein ganzes Leben lang stolz auf seines gewesen war. Dieses Zuhause – Remshire. Jetzt war er hier, um ein paar persönliche Dinge abzuholen, und morgen würde er wieder weg sein.
Aus dem Augenwinkel erblickte er das Stammbuch, das auf seinem Nachttisch lag. Es war in Leder gebunden, mit Pergament gefüllt und mit akribischen Notizen versehen, die er in den letzten Monaten gemacht hatte, um sich in der Zukunft zurechtzufinden. Nun, so überlegte er, eine neue Zukunft.
Komm, so oft du willst, Lachlan, denn hier wirst du mich nicht finden.








Kim Sakwa is the #1 bestselling author of the time travel romances The Prophecy, The Price, and Never Say Goodbye. She loves coffee, walking, and listening to music.